Weg

July 8, 2008

Kasten leergeräumt, Koffer gepackt, Schachteln verschickt. In weniger als sieben Stunden sitz’ ich im Zug nach Barcelona und werde La Coruña wohl so schnell nicht wiedersehen. Piraccas ist zur Zeit meine treue Begleiterin und ich muss aufpassen, dass ich sie nicht unabsichtlich mit nach Graz schicke, sie hüpft ja so gern in Schachteln und Koffer.

Gestern hab ich mich von der Kletterclique, allen voran Aurelio verabschiedet. Er half mir meine zwei 18 Kilo Schachteln zur Post zu transportieren und danach haben wir kurz in der Kletterhalle vorbeigeschaut, wo ich zwei Fotos für Angus hinterlegt habe, er selbst hat’s leider nicht geschafft weil er außerhalb arbeiten war. Wir haben kurz mit Ines und Virginia gequatscht und sind dann mit Marquitos und Henry in die Calle Barrera Essen gegangen. Ich hab mein Surfbrett und Patricks Bodyboard Aurelio überlassen, bin schon gespannt ob er seine Pläne verwirklicht, wenn ja, dann kann ich darüber in seinem Blog lesen, was auch einer seiner Pläne wäre.

Die vorangegangene Woche war voller Abschiede von Freunden und Studienkollegen, einige fuhren nach Hause, andere zu den Sanfermines nach Pamplona. Tania und Michela aus Rom haben kurzfristig in meiner Wohnung gewohnt und kommen heute aus Pamplona zurück. Arnaud und Elise sind schon länger fort, die Belgium Guys werd’ ich auch nicht mehr sehen und gestern hab ich mich von Laetitia, Alessandro, Anna und Andrea verabschiedet. Yago ist schon am Weg nach Skandinavien und Dani bereitet sich auf sein Erasmusjahr in Paris vor. Ein paar Verabschiedungen werd’ ich übers Telefon machen müssen, Roland hab ich schon ewig nicht mehr gesehen und Gabi will ich auch noch anrufen.

Schließlich muss ich Paula auch noch übers Telefon Adios sagen, die richtige Verabschiedung haben wir ja schon vor zwei Wochen bei San Juan gehabt. Mit Caxo und Yoli wird heute Mittaggegessen und sie bringen mich dann zum Bahnhof, was ich sehr schön finde.

Und dann wird die nächste Person die ich kenne, Magda sein.

Heißkalt

June 26, 2008

Ich komm’ gerade zurück von meinem Wochenende im Herzen Galiziens. Ich hab mir nach der Andalusien Reise gedacht, so das war’s jetzt mit meiner Erkundung von Spanien und dass ich nicht mehr herumreisen werde, aber was unser Kletterwochenende in Ourense an Sehenswürdigkeiten (im positivsten Sinn des Wortes) mit sich brachte, ist mindestens eine Reise wert.

Er, Aurelio nämlich, hat schon längere Zeit von seinem Dorf in der Provinz Ourense erzählt und mit Begeisterung vorgeschlagen zum jährlichen Dorffest in A Rua das ganze Wochenende in der Gegend zu verbringen. Mit dabei war Fran aus Coruna, ein Kletterkollege und Freund von Aurelio. Am Freitag Nachmittag gings los in Richtung Ourense-Stadt, der Provinzhauptstadt von Ourense-Provinz, dort angekommen gings ohne Zwischenstop weiter östlich in die Canons do Sil. Dieser Teil des Flusses “Sil” ist eine beeindruckende Szenerie von steilen Hügeln und Felsen, dicht überzogen von Wäldern und Gewächs mit dem tollen Fluss der sich durch das Tal schlängelt. Dort erwartete uns Miguel, ein Local der gerade dabei ist neue Gebiete zu erschließen und Routen einzurichten. Wir hatten ca. zwei Stunden Zeit zu klettern, er zeigte uns ein paar neue Routen und später, was viel wichtiger war, die Stadt Ourense. Diese besitzt eine absolut liebenswerte Altstadt, vergleichbar mit der von Santiago, mit grauen Granithäusern, engen Gassen, nur dass in Ourense im Sommer die Sonne eine Kraft vergleichbar mit der in Madrid hat, und so steigt das Thermometer im Hochsommer schon mal auf über 40 °. Wir hatten im Juni zu Mitternacht also eine angenehme Temperatur um sich draußen aufzuhalten und die vielen Leute auf den Plätzen dachten dasselbe. Wir aßen also wie die Könige, Miguel zeigte uns voller Stolz “seine” Stadt, zB den Brunnen “As Burgas” mit seinem ca. 70 ° heißen Thermalwasser. Was aber noch viel besser wäre, meinte er, sind die Thermalbäder etwas westlich der Innenstadt. Gratis benutzbare Steinbecken mit Thermalwasser verschiedener Temparaturen am Fluss Miño gelegen. Bevor wir wieder in den Canon zum Schlafen zurückfuhren, ging es also zu den Thermalquellen, es war zwei Uhr in der Früh. Schon an der Straße hatten viele Autos geparkt, und als wir bei den Becken ankamen waren wir nicht die einzigen, es wimmelte nur so von hauptsächlich Jugendlichen die den “Abend” dort verbrachten. Es gibt, glaub ich, 13 Becken, 24 Stunden “geöffnet” (es gibt kein Tor / keine Tür die man zusperren könnte) gratis benutzbar, ein echter Traum. Natürlich wär’s im Winter besser, so hatten wir schon 25 ° Lufttemperatur und das heiße Wasser dazu, wir waren ziemlich am Schwitzen. Trotzdem war’s entspannend und vor allem ein Erlebnis.

Nach der Nacht im Canon fuhren wir zum Frühstück in ein kleines Dorf wo der eigentlich wasserreichere Fluss Sil in den Miño mündet (das Sprichwort sagt: el Sil lleva el agua, el Miño la fama). Es war Samstag, ein Tag in den es sogar in Coruña heiß war, dh. in Ourense war es richtig heiß. Wir hatten uns am Vortag vom Local Miguel einen Sektor im Schatten und am Fluss erklären lassen. Die Routen waren bis auf drei 6b’s ziemlich schwierig, aber der Fels ist richtig gut, der Fluss ist gleich daneben (wir waren natürlich im Wasser, aber zum “Baden” war das Wasser zu kalt, zum “Abkühlen” perfekt), außerdem haben die Ourensianer den Zustieg mit Seilen erleichtert und sogar kleine Platformen zum Sichern gebastelt.

Am Nachmittag wollte uns Aurelio dann ein Kloster zeigen, welches heute ein vom Staat betriebenes Luxushotel ist. Ich hatte schon davon gehört, weil mein Professor vom Hauptfach der Architekt ist, der den Umbau geplant hat. Das Hotel ist schön, weil vom Kloster nicht viel verändert wurde, aber das Beste ist die Lage, hoch über dem Fluss mit Ausblick über Hügel und Wälder.

Nächster Halt war A Rua, das Dorf in dem Aurelio seine Kindheit verbracht hat. Das große “Dorffest” war allerdings im Dorf seiner Großmutter, 15 min weiter hügelwärts. Dort kam es dann zum ersten Kontakt mit Aurelios Familie. Und obwohl es vielleicht ein bisschen viel auf einmal war, seine ganzen Cousins, Onkel, Tanten und seine Eltern kennenzulernen, hab ich mich die meiste Zeit recht wohl gefühlt.

Am Abend dieses Samstags gings also auf zur Dorffeier. Inklusive Livemusik (witzigerweise nennt man sowas in Spanien “Orchestra”) gings da zur Sache. Die Band hatte die gängigen Tanzbeats drauf (humpta humpta), könnte sicherlich auf einem Frühschoppen in der Oststeiermark auftreten, und natürlich wurde viel geschunkelt. Interessant war, dass es keine Sitzmöglichkeiten und kein Essen gab. Um elf Uhr sagte die Band schließlich eine Pause an. Alle gingen zum Abendessen ins eigene, oder Nachbar-(=Onkel/Tante)haus und die Hartgesottenen kehrten um ein Uhr Nachts zum zweiten Teil der Feier zurück.

Wir gingen also auch zum “Abendessen”, Mitternachtsschmaus triffts wohl eher. Das ganze fand im Erdgeschoss des Hauses der Großmutter statt und uns erwarteete schon die ganze Sippe. Außerdem ein ziemlicher Schweinsbraten, gebratene Paprika, Empanada, Gallo (=Hahn), Chorizo (=Wurst), dann noch Obst, Wein, Likör, Biskuitkuchen. Wir hatten den ganzen Tag quasi nichts gescheites gegessen, also wurde ordentlich zugelangt. Hin und wieder schaute ein Nachbar (=Onkel) vorbei um was vom Kuchen abzubekommen. Außerdem ein besonderes Exemplar von Onkel, ich hab ungelogen kein einziges Wort verstanden von dem was er diese zwei Tage gesagt hat. Die meisten haben sich brav auf Castellano umgestellt und ihr Gallego geschont, einige kamen überhaupt aus Madrid oder Valencia und sprachen stets Castellano, aber dieser Onkel, nicht nur dass er auch mit mir immer Gallego sprach, er bemühte sich keinen Deut seine Laute etwas zu verständlicher zu machen. Egal ob er mit seinem Freund (=Onkel) sprach, oder mit mir, für mich kam immer der selbe Geräuschbrei heraus. Am Ende des Mittagessens am Sonntag meinte Aurelio zu ihm, ob er denn sich denn nicht einmal bemühen könne, deutlich zu sprechen, weil ich ihn ja nicht verstehe und er gab lapidar zu verstehen, er versteht mich ja auch nicht.

Aber das war schon am Sonntag am Ende unseres Wochenendes (nunja, das Ende war eigentlich das Spanien-Italien Spiel, die Spanier haben ja endlich ihren Viertelfinalfluch hinter sich gebracht und reden jetzt nur mehr davon, noch nie in einem Semifinale verloren zu haben, nicht zu vergessen wie die Kommentatoren nach dem Sieg im Auftaktspiel gemeint haben, noch vier Spiele bis zum Finale), davor sind wir noch am Sonntag recht früh aufgestanden um dann eineinhalb Stunden in sengender Hitze an einem Geröllhang herumzuirren um die eine Höhle mit der unglaublichen 7c+ (als ob wir da was holen könnten) zu finden. Nachdem wir das nicht schafften, eine andere, leichter zugängliche Wand auscheckten, in der Hitze mit Sechsern kämpften und rechtzeitig um zwei zum Mittagessen (mit dem gleichen Essen wie am Vortag plus Reis mit Meeresfrüchten, plus Aperitif mit Jamon, Chorizo, Empanada beim Nachbarn (=Onkel)) antanzten gings, natürlich erst nach einer Nachspeise, die unter anderem den besten Flan den ich bis jetzt probiert hab, beinhielt, ab nach Coruna um eben das schicksalumwobene Viertelfinale gegen Italien anzusehen.

Spanien gewann, die Italienerinnen waren traurig und alle gingen schlafen um für den nächsten Tag (=San Juan) fit zu sein.

Leider hab ich keine tollen Fotos die dem tollen Wochenende gerecht würden, vor allem weil ich nur Landschaftsfotos und keine von Aurelios Familie hab. Irgendwie hatte ich “vergüenza” beim Familienessen herumzuknipsen. Und ich hab zwar Fotos von Aurelios Party-Keller-Bodega mit einer Paellapfanne für 200 Personen die an die gute alte Villaribba – Villabajo Werbung erinnert, aber dieser Eintrag bleibt ohne Foto.

Stier

May 29, 2008

Letzes Wochenende stand die Andalusien Reise auf dem Plan und sie führte Arnaud und mich nach Sevilla, Granada und Malaga, in dieser Reihenfolge. Das Wetter in Galizien war bei der Abreise, und auch übers Wochenende (und auch nach der Rückkehr, also jetzt gerade) katastrophal. In Sevilla hingegen hatte es bei unserer Ankunft 28° C. Main Event der Reise war der Besuch der Alhambra am Samstag in Granada und so hatten wir den Donnerstag und Freitag Zeit zu vertreiben. Was wir nicht wussten, Donnerstag war Frohnleichnahm und so war in Sevilla die Hölle los. (*g*) Die Straßen waren überfüllt mit Touristen wie Einheimischen und so ziemlich alles war geschlossen. Also machten wir uns über die frei zugänglichen Sehenswürdigkeiten her. Als wir dann beim Plaza de Toros, der Stierkampfarena, vorbei kamen, machten uns einige Plakate darauf aufmerksam, dass heute eine Corrida, ein Stierkampf, stattfinden würde. Der Stierkampf war bisher sicherlich auf meiner Liste der Spektakel die ich nie sehen würde, aber Arnaud meinte das wäre eine einmalige Chance und er würde sich gern einen Stierkampf ansehen. Also ließ ich mich überreden, im Nachhinein hab ich mich aber geärgert und nach dem Stierkampf war ich echt traurig diesen Verein außer mit meiner Anwesenheit auch noch mit € 21,- unterstützt zu haben. Die “Corrida” war gut besucht von gut gekleideten Spaniern und wenigen Touristen, nicht so gut gekleidet. Außerdem beehrte uns der König (Juan Carlos der Keineahnungwievielste) und seine Familie mit seiner Anwesenheit in der schattigen Loge. Das Schlachten fing mit einem Reiter und einem Stier an. Ich hab die Feinheiten der Disziplin nicht ganz ausmachen können, aber es schien darum zu gehen, Pferd mit Reiter und Stier möglichst nah aneinander vorbeilaufen zu lassen. Nach einigen Herumgehopse und Geklatsche fing der Mensch dann an, dem Stier Spieße in den Nacken zu stoßen, schön verzierte glitzernde Teile die dem Stier, der mit der Zeit schwächer und teilnahmsloser wurde, aus seinem Körper ragten. Nach ca. 20 Minuten dieser Übung, der Reiter hatte ca. sechsmal sein Pferd gewechselt, entschied der Torero dem ganzen ein Ende zu machen und rammte ihm ein Schwert in den Nacken. Der Stier rannte noch ein paar Meter, blieb dann stehen, spuckte zwei Liter Blut und fiel in sich zusammen, während der Mensch vom Pferd sprang, sich dem Stier in überlegener Pose näherte und schließlich zusah wie dieser von herbeigelaufenen Hilfs-Toreros den Todesstoß erhielt. Das Publikum jubelte. Danach wurde der tote Stier von vier Pferden aus der Arena geschliffen, als Zeichen der Qualität des Kampfes wurden ihm die zwei Ohren abgeschnitten, die der Matator dem begeisterten Publikum in einer Ehrenrunde präsentierte, nicht ohne sie danach in die Menge zu werfen. Das Blut wurde so gut wie es ging entfernt und der Sand wurde für den nächsten Teil vorbereitet. Diesmal waren die Toreros ohne Pferd unterwegs, ein Stier wurde zuerst von einer Art Rittern mit gepanzerten Pferden und Lanzen geschwächt, dann kamen wieder die Spieße, dann der Teil wo der Stier möglichst nah am Torero vorbei soll, begleitet von “Olé” und !Bien!, und schließlich wurde das Tier mit dem Schwert niedergestreckt. Meistens wurde das Schwert jedoch schlecht platziert und musste mit Hilfe eines zweiten Schwerts, der Stier noch auf den Beinen, hochverwirrt von Schmerzen, Blut und bunten Gewändern, herausgezogen werden um es ihm noch ein, manchmal noch öfter, reinzurammen. Wieder schleppte man ihn an Pferden aus dem Sand und so verlief diese brutale, langwierige Schlachtung mit Publikum über zweieinhalb Stunden in der sieben Stiere hingerichtet wurden.

Was mich am wenigsten verstand, war wie man sich dabei vergnügen kann, wie so eine grauenhafte Vorstellung jemanden ein Vergnügen bereiten kann. Schon klar, es gibt bunte Gewänder, machohaftes Herumgepose, eine arrogante Darstellung der Überlegenheit der Menschen (nicht nur über die Stiere, auch die Pferde waren auf lächerliche Gangarten und geschickte Manöver dressiert) und Eis in den Pausen, aber rein technisch ist der Stierkampf eine schmutzige Abschlachtung eines Tieres mit Zusehern. Der Stier wird provoziert und zu einem Kampf gezwungen auf den er gar keine Lust hat. Während der Torero sich dem Publikum zuwendet um es aufzuheizen, steht das Tier inmitten der Arena, mit bunten Spießen gemartert und blickt verwirrt und verängstigt um sich. Es ist verständlich, dass man um Fleisch essen zu können vorher ein Tier umbringen muss, aber das Ganze in ein Spiel, oder einen Sport zu verwandeln wo 10 000 Menschen sich an der Wut, der Qual und dem Leid eines Tieres erfreuen und die Überlegenheit der Menschheit feiern ist pervers bis tieftraurig.

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Sevilla am Feiertag.

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“Wo ist er, der König?”

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Die Loge.

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Aufstehen für die Nationalhymne.

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Arnaud ist von der Kathedrale begeistert.

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Die Dächer von Sevilla, im Hintergrund die Schrägseilbrücke von Calatrava.

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Garten im Alcazar in Sevilla.

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Aussicht von der Al’hambra in Granada.

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Albaicín, das arabische Viertel in Granada und vielleicht das schönste Stadtviertel das ich kenne.

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Die Al’hambra, von den Gärten von Generalife aus betrachtet.

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Ein Patio des arabischen Nasriden Palastes.

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Die spektakulären Ornamente und Bögen des Löwenhofs.

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Ein weiterer schöner Raum im Palast mit diskreten Fenstern, und von Stuckornamenten überzogenen Wänden.

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Der Renaissance Palast welcher nach der Reconquista von den Christen errichtet wurde, wirkt ein bisschen fehl am Platz.

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Die Höhlenwohnungen am Sacromonte in Granada.

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Blick auf die Al’hambra.

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Der Abstieg vom Berg erwieß sich als etwas geröllig. Unten Granada.

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Nach dem ausgiebigen Spaziergang/Wanderung mit dem verdienten Bier (und natürlich Tapas).

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Granada ist wirklich eine unglaublich tolle Stadt, vor allem das Viertel Albaicín, wo zum Glück auch unser Hostal war. Vor hier hat man immer wunderschöne Ausblicke über die Stadt, auf die Al’hambra und auf die tollen Patiohäuser des arabischen Viertels selbst, das von einer riesigen Menge von Bäumen, Palmen und anderem Gewächs perforiert wird. Am Abend geht man auf ein Bier und bekommt gratis Tapas dazu, obwohl wir glaub ich das einzige Lokal in Granada gefunden haben in der das nicht der Fall war. Dann gibts natürlich noch viele andere tolle Plätze, Gebäude und Straßen die wir gesehen haben und sicher noch viele mehr, die wir nicht gesehen haben. Den letzten Tag haben wir in Malaga verbracht um von dort nach Santiago zu fliegen. Diese Stadt hat auch ihre schönen Seiten und einen Mittelmeerstrand, im Vergleich zu Sevilla und Granada kann sie aber nicht ganz mithalten.

Kann sein, dass das meine letzte große Reise während meines Aufenthalts in La Coruna war, bevor es dann aufgeht nach Graz um dort hoffentlich wieder schönes Wetter anzutreffen. Bei uns regnets mit 16 ° C und wenig Aussicht auf Besserung.

Äquinoktium

May 5, 2008

Euch kommt das jetzt wahrscheinlich vor wie ein Déjà-vu, ein da capo, eine billige Wiederholung, ein Cover-Song, ein Abklatsch, Schnee-von-gestern, a koida Kaffee, ein Remake, eine Kopie, Malcolm nochmal von vorne, die nächste Version von Everybody Dance Now, der Nokia Klingelton und ihr habt recht, und es war wieder wunderbar.

Dieses Wochenende gings wieder nach Redinha zum Klettern, mit leicht veränderter (leicht verendeter würde der tote Fuchs, den wir in der Höhle gesehen haben, wahrscheinlich sagen, ok, das war die Dosis schwarzen Humors von heute) Aufstellung (Fuchs heißt übrigens Zorro auf Castellano), aber im selben Gebiet wo die wunderschönen, überhängenden, großgriffigen Routen auf uns warteten. Und das Drumherum, aber davon hab ich ja schon erzählt.

Diesmal hab ich mich ein bisschen mehr aufs Fotos machen konzentriert und ein paar der Bilder sind recht toll geworden, leider war das Licht nicht immer optimal. Am Ende gibts zwei, drei Fotos von einer 7b namens “Equinócio”, und ich muss sagen, das ist die schönste Route die ich je gemacht hab, die schlägt sogar den “Central Crack” auf Hvar. Eine zehn Meter hohe Wand, überhängend, mit ca. 15 Löchern und sonst nichts. Weite Züge, ein weiter Überkreuzer und einmal ein Zwei-Finger-Loch zuknallen und das Ding ist gegessen. Estoy flipando.

Das Frühstück im Dorf Redinha gehört dazu wie das Klippen der Express. Hier gibts allerhand süßes Zeugs und Toast. Neben dem Klettern eines meiner Highlights des Gebiets. Am Bild sind die Chefin, Aurelio und Tuco.

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Eleonora und Marcos vor der Pasteleria.

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Das Dorf selbst ist auch herzerwärmend, es gibt mehr Traktoren als Autos und eine Karaoke Bar die das Blacky um Längen schlägt.

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Inés wartet, Aurelio und Marcos beim Visualisieren einer weiteren unglaublich schönen Route.

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Aurelio beißt sich durch.

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Nach dem ersten Klettertag am Fluß.

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Gehsteig.

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Im Restaurant gabs auch Vorspeiße. Aal gebacken. Lecker.

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David, Maria, Aurelio im VW Bus.

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Equinócio, best ever.

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Ich, beim Klippen der Express.

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Mein Lieblingsfoto.

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Der letzte schwierige Zug zum rettenden Loch fehlt hier noch, dann ist die Sache erledigt. Schön wars.

Redinha

May 1, 2008

Ich weiß es ist jetzt schon Donnerstag, aber ich hab bis hierhin keine Zeit gehabt euch über mein tolles Wochenende zu berichten, wegen Uni und so. Jedenfalls sind wir dem mittelprächtigen Wetter in Galizien entflohen und in den heißen Süden nach Portugal gedüst, genauer nach Redinha, südlich von Coimbra. Dort gabs dann wirklich Sonne (hab mir auch einen kleinen Sonnenbrand geholt, was der einzige Minuspunkt des Wochenendes war) tolle Klettergebiete, viele nette Leute, spitzen Frühstück in der Dorfkneipe, eine Feiertagsprozession mit 25 Teilnehmern, 1 Karren und 1 Esel und 7 Zuschauern, lecker Abendessen um 7 € und vieles mehr. Gefahren und Geschlafen wurde im VW Bus von Aurelio und unterwegs waren wir von Freitag Abend bis Sonntag Abend, und ich muss sagen, es war echt ein sehr schöner Ausflug, der mir für die darauffolgenden paar Tage eine stets gute Laune geschenkt hat. Am Montag hab ich sowieso nur an Portugal denken können, obwohl ich besser was für die Uni getan hätte, und am Dienstag hab ich dann was für die Uni tun müssen weil am Montag nichts ging und am Mittwoch die große Abgabe und jetzt hab ich das aber hinter mir und morgen fahr ich wieder nach Portugal!

Wie gesagt, am Freitag Abend gings los. Wir haben die Uhr für Portugal gar nicht zurückgestellt und so ging die Sonne um halb elf unter.

Julio, Marco und Aurelio im Sektor Microondas (Mikrowelle). Der machte spätestens ab 15:00 Uhr seinem Namen alle Ehre.

Aurelio checkt die Züge in einer schönen 7a Namens “O Peregrino”

Am Nachmittag im Schattensektor war dann Hochbetrieb.

I’m Aust(ral)ian, Mate!

Aurelio kämpft in einer zackigen 7a+.

Marcos, David, Inés

Marcos als Fahne im Wind.


Ich in meiner ersten 7b+, “Bola Branca”, muy contento!

Wer rausfindet wieso dieses Bild “bici” heißt, kriegt einen Lutscher.