Auszeit
March 22, 2008
Schon fast 20 Tage sind vergangen seit dem letzten Eintrag und im Skype hab ich mich auch schon lang nicht mehr blicken lassen. Nunja, seit 7. März ist Magda bei mir und wir verbringen unsere Zeit hier in Galizien mit Temperaturen wie im Dezember, machen dabei gute Miene, wenn wir auf Traumstränden mit Winterjacken herumspazieren. Diese Wettermisere wird auch dadurch nicht besser, dass es im Februar schon sommerlich warm war. Jedenfalls haben wir ein Auto gemietet um wenigstens einen geheizten Raum zu haben und sind dabei Orte und Gegenden von gottverlassen bis übertouristisch zu erkunden. Morgen gehts ab nach in die Hauptstadt und dann nach Albarracín zum Klettern wo es Heizungen und trockene Luft gibt. Jetzt hat’s übrigens grad aufgehört zu hageln und lasst euch von den Fotos nicht täuschen, das Wetter ist wirklich schlecht.
Das Meer war wieder einmal wütend, aber diesmal sosehr, dass es ein paar Riesenwellen losschickte um sich Gehör zu verschaffen. Das hier, war eine acht Meter Welle die sich von einem mickrig aufgeschütteten Sandwall nicht von der Promenade abhalten ließ.
Ein paar Tage danach war es wieder gnädig und viele Surfer nahmen dankbar die Einladung an.
Wo wir grad beim und am Meer sind, hier hat es für uns einen wunderschönen Strand gebaut. Der Playa de las Catedrales im Nordosten von Galizien ist ein ziemlicher “breathtaker” und das Dämmerungslicht tat das Übrige.
Da traut sich sogar die Frau Magistra aus den Zwiebelschalen.
Und David macht Freudensprünge.
Das ist nicht ‘mal kitschig.
Wir haben auch die sicherlich schönste Stadt Galiziens besucht und diese Pilger gingen nach vollbrachte Jakobsweg schnurstracks zu McDonald’s Santiago um sich von der hart erarbeiteten innerlichen Reinheit rein zu waschen.
Die Cíes Inselgruppe im Westen von Vigo ist ein beliebter Ausflugsort, und das wussten auch die 200 Anderen auf dem Boot dorthin. Was für ein Glück, dass man das nicht überall merkte. So konnten wir den strahlenden Sonnenschein (Pleonasmusalarm) und die 120 km/h Wind manchmal fast alleine genießen. Der Strand links im Bild ist laut “The Guardian” der schönste der Welt. Der Sand ist auch wirklich unglaublich, obwohl er im Aug genauso weh tut wie jeder andere.
Hier der angesprochene Sand, und Magda im Übergangsmantel.
Die rote Mütze lässt erahnen, dass wir nicht die einzigen hier waren.
Und bei der Anzahl von Pilgern, muss man ein bisschen hamstern.
Die Todesküste. Am Ende des Tages hatten wir genug von Leuchttürmen.
Der zornige Bub will unbedingt auf diesen Stein raufklettern.
Wie gesagt, morgen ab nach Madrid wo es Heizungen und trockene Luft gibt, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Schöne Grüße von Magda, die Menschen die Häuser ohne Heizung bauen verrückt findet und ab jetzt immer aufpasst wo sie hintritt, und von mir, an euch da draußen in den geheizten Räumen, im mediterranen Klima und im warmen Wodkarausch. Wir sehen uns im Sommer.
Rosa
March 3, 2008
Dieses Wochenende habe ich nicht in La Coruña verbracht sondern in der Nähe von Vigo, der größten Stadt Galiziens (ist aber nur etwas größer als Coruña), bei einer Xuntanza, einer Zusammenkunft auf gut Deutsch, ein Fest’l halt. Und zwar ein Fest rund ums Klettern. Das ganze spielte sich am Montefaro bei Budiño ab. Dort waren dann sage und schreibe mehr als 150 Menschen feste am bouldern, klettern und feiern. Am Abend gabs eine Feier mit Verlosung, Musik, Essen, Sackhüpfen und Tanzen. Irgendwie hat mich das an das Vollsau-Turnier in Pachern erinnert, vor allem die geistreichen Zwischenrufe über die Lautsprecher. Übernachtet wurde in Zelten, oder im VW T3 California – ich glaube auf vier Menschen kam ein VW Bus. Geklettert wurde auch, zwar nicht hart aber schmerzlich, von der Haut auf den Fingerkuppen bleibt nur die Erinnerung, rosa schimmert das Fleisch.
Es war wieder einmal fast zu heiß zum klettern und so wurde auch viel herumgelungert.
Bei diesem Riesenblock hat’s leider nur für Fotos gerreicht und nicht für die Begehung.
Andere waren mit Seil auf den Platten und in den Rissen unterwegs.
Empanada und Pulpo (Füllung in Teig und Oktopuss)
Der Sackhüpfenwettbewerb ist irgenwie an mir vorbeigegangen.
Dieser Boulder heißt “A 20 Uñas” = “Mit 20 (Finger- und Zehen-) Nägeln”
Hier wird das Bouldergebiet vom Vortag betrachtet.
Der letzte und beste Block des Wochenendes.


















