Drei
December 16, 2007
Meine Finger sind grad eingefroren, also schreib ich nicht so viel. Nur drei Fotos von den letzten Tagen: 1. Letzten Sonntag gab’s zehn Meter Wellen und noch immer recht hohe Wellen im geschützten Teil von La Coruna. 2. Diesen Sonntag war ich klettern, mit kurzem Leiberl, bei einem wirklich beeindruckenden Block. 3. Das ganze war an der Westküste und ich hab meinen ersten Atlantiksonnenuntergang gesehen.
Sonnenuntergang
Tu!
December 7, 2007
Hoppla, vergessen. Da war ja noch was.
3 200 000 – das sind richtig viele Menschen. Drittgrößte Stadt der EU. Gesehen hab ich natürlich nur das Zentrum und ein paar Schnipsel von anderen Bezirken und das waren sicher die schöneren Teile der Stadt, aber dafür sind diese wirklich umwerfend! Danach nach Coruna zurückzukehren ist ein bisschen enttäuschend, weil diese Stadt, das muss mal raus, keine Augenweide ist. Nicht dass ich nicht gern hier bin, aber wenn man so einen direkten Vergleich hat, dann sind die Gebäude hier sehr trist und grau. Klar, es gibt den Ozean, haufenweise unglaubliche Strände in nächster Nähe, weniger Kriminalität, und gestern hatten wir unglaubliche 20° Celsius, draußen! Aber zurück zur Hauptstadt: Was sich da an einem Samstag Vormittag auf den Straßen abspielt ist unglaublich und das Ende November. Straßenkünstler, Touristen, Madrilenen, Taschendiebe, Straßenhändler, Pu der Bär, und vieles mehr. Am Plaza Puerta del Sol, dem offiziellen (aber nicht geographischen) Zentrum Spaniens, wo sich der Kilometer Null der sechs Hauptnationalstraßen befindet, fand jeden Tag eine Versammlung statt. Am Donnerstag waren es die Fans des FC Aberdeen die Stimmung machten, so viele Schottenröcke bei unter 8°… Vermeintliche Kommunisten fanden sich am Freitag am Platz ein und, natürlich, die Tierschützer waren am Samstag dran. Und Museen gibt es hier. Die drei wichtigsten sind der Prado, das Museo nacional “Reina Sofia” und die Sammlung von Thyssen-Bornemisza. Letztere war sehr bekömmlich, weil sie quasi von jedem bekannten Künstler der Geschichte mindestens ein Gemälde vorweisen kann. Jedenfalls möcht’ ich unbedingt noch mal hin, es gibt noch so viel zu tun. Ich war übrigens im Hostel Metropol. Die Lage ist perfekt und es war billig. Die Zimmer und Gemeinschaftsräume waren bei den anderen, im Hostel Cats, besser aber ich war sehr zufrieden. Außerdem waren wir zu dritt in einem Dreierzimmer, während die anderen auch nochanderere im Zimmer hatten. War aber nicht wirklich ein Nachteil, am letzten Tag sind diese nochandereren mitfortgegangen. (also im Sinn von fortgehen-ausgehen, nicht im Sinn von fortgehen-abreisen)
Als wir zurückgekommen sind, “gabs gerade viel Meer”. Soll heißen dass es endlich mal richtige Wellen zu sehen gab, auch am Stadtstrand. Surfbares war da zwar nichts dabei, für mich sowieso nicht, aber es schon sehr eindrucksvoll. Das ist jetzt aber wieder vorbei, ich erwähnte bereits die 20° und schönes Wetter heißt wenig Meer.
Ach, und seit einer Woche hab ich einige neue Sachen in meinem Zimmer, unter anderem ein neues Bett mit Supermatratze (200 x 135 x 25). Die Katze mag’s auch. Außerdem einen riesigen Schrank.
Gestern war ich dann in Nostian, einem Dörfchen ganz nah von Coruna um ein bisschen zu Klettern. Dazu muss man mit Buslinie 6 zur Endstation fahren und dann 20 Minuten gehen. Leider ist der Zustieg eher graußlich. Zuerst geht man durch das Industriegebiet (die Haltestelle heißt “Raffinierie”) und das ist ein richtiges Industriegebiet. Hier wurde geklotzt und nicht gekleckert wie man im Norden so schön sagt. Vor allem wird hier nichts verschönert, immer wenn ich dort bin, muss ich an Mordor denken mit Rauch, brennenden Schornsteinen und unheimlichen Geräuschen. Es ist dort so schiach, dass es fast schon wieder passt. Nach 10 Minuten also, mit Ölgeruch und Maschinenlärm, muss man durch Nostian selbst durch. Ein kleines Dorf am Hang mit mehr Hunden als Katzen und mehr Katzen als Einwohnern. Zum Glück sind zwei Drittel der Hunde eingesperrt. Das andere Drittel wurde von den Einwohnern wohl als harmlos eingestuft, oder die Menschen haben hier nichts zu sagen und die Hunde haben die Administration übernommen. Nostian wäre also geschafft, jetzt muss man nur mehr den restlichen Teil des Anstiegs vorbei an Müll und Schrottmunition hintersich bringen um dann dort zu enden.




