Kaffee
October 25, 2007
Ich hab grad Kaffee getrunken. Espresso mit geschäumter Milch, selbst gemacht. Bis jetzt hab ich ja in der Wohnung nur den Instant Cappucino getrunken. Dagegen ist der Kaffee von gerade eben ein saftiger Biss in die 100 Watt Birne. Die letzten drei Tage jedoch hab’ ich mich nur von Lindenblütentee ernährt. Naja, gegessen hab ich daneben schon. Richtig gut eigentlich: Einmal, also an einem Tag, hat es gegeben: folgendes: zu Mittag: Letscho, aber mit gequirltem Ei als Zugabe; am Abend: (bestellt) Chinesisch Essen, war aber richtig gut. Und sonst: einmal hab ich Palatschinken gemacht mit Marillenmarmelade. Zurück zum Tee: Nach dem ausgiebigen Wochenende, vor allem dem Klettern am Sonntag, bin ich ein bisschen zurückgepfiffen worden. Ich war nicht wirklich krank, allerhöchstens kränklich, mit Spuren von Halsweh, Schnupfen und allgemeiner Schwäche (die Gliederschmerzen zählen nicht, wenn sie nicht verraten wollen woher sie kommen, Klettern oder Kränklichkeit, kann ich sie nicht reines Gewissens in die Geschichte einbauen – tut mir leid, Leute), also hab ich hauptsächlich das Zimmer gehütet. Den Verpflichtungen auf der Uni bin ich natürlich nachgekommen, mein soziales Leben hab ich aber auf die Wohnung, das Handy und das Internet beschränkt. (Manche Fragen sich jetzt, gibt es noch mehr?) Montag und Dienstag hab ich wahrscheinlich nicht allzuviel verpasst, doch Mittwoch ist meistens der erste Fiesta-Tag der Woche und da geht es doch immer recht rund – manchmal auch eckig und öfter im Zickzack – jedenfalls hab ich die meiste Zeit im Bett “ferngesehen”. Ich hab einige Klettervideos angeschaut und einen Surfingfilm – Endless Summer – aber hauptsächlich haben mich die sechs verrückten Typen von Friends durch die Zeit begleitet. Nicht gerade sinnvoll genutzt, doch ich hab eigentlich viel gelacht. Vor allem diese Phoebe ist im Englischen echt lustig. Und ich glaub, dass zwischen dieser Rachel und dem Großen, Ross, mal was laufen wird. Also wahrscheinlich ist das nur mir aufgefallen, weil ich jetzt schon wirklich fast ein Spezialist bin, aber da knisterts gewaltig. Ich glaub es ist mal Zeit für einen Absatz.
Ich bin draufgekommen, dass der Blog auf Platz 54. der deutschen Newcomer-Blog-Charts ist. Cool, … , oder? Die Liste wird zwar von einem Computer errechnet und ich nehm mal an, dass das nach der Anzahl der Leute die den Blog lesen (also ihr meine lieben Freunde) geschieht. Nichtsdestotrotz, ein Computer mag meinen Blog, cool, vielleicht ruf ich ihn mal an und daraus entsteht eine wunderbare Freundschaft. Wir fahren zusammen auf Urlaub, Silicone Valley. Wir gehen gemeinsam auf Konzerte, ich steh eh auf Electro. Wir streiten vielleicht auch mal, aber ich fahr ihn einfach nochmal neu hoch, und all’ der Gram ist schnell vergessen.
Corme
October 22, 2007
Mein Internet geht grad nicht, ich bin auf der Uni. Jedenfalls war ich gestern bouldern in Corme an der Costa da Morte. Die Land- und Meerschaft ist echt beeindruckend bis beaengstigend. Angus und Benito, zwei Locals, haben mich ein bisschen herumgefuehrt und mir ein paar Sektoren gezeigt. Sie waren unglaublich hilfsbereit und motiviert, vor allem Benito, der so ziemlich alle Boulder dort erstbegangen hat. Viele warten noch auf eine Wiederholung und er meint er ist sich mit der Bewertung nicht ganz sicher. Nach ca. 20 Versuchen hab ich dann mit Bens Schuh am rechten, und meinem am linken Fuss (es gibt auf der Tastatur kein scharfes “s”, dafuer :ñ, Ç und ¬) einen Dynamo von zwei mittelpraechtigen Leisten auf einen Seitgriff-Henkel, genannt: Triceratops “begehen” koennen, was sehr cool war. Angus hat einen Blog und auch gleich einen Bericht geschrieben.
Interview
October 17, 2007
Ich weiß, dass interessiert vielleicht jetzt nicht jede und jeden aber: auf climbing.com gibts grad ein Interview mit Chris Sharma zu lesen, sehr cool.
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When you don’t have a line like that weighing on your thoughts, do you find it hard to figure out what you’re supposed to be doing or where you’re supposed to be?
For me, it definitely is. I’ve always followed these projects around the world. They keep me centered and grounded. Otherwise, I’m just floating around. I have nothing to anchor to. When I do have a project, it’s an anchor. It gives me a focus. When I’ve finished a hard project, I’m really ecstatic at the beginning. Then, afterwards, after the excitement wears off, then I don’t know what to do with myself. I feel kind of lost.
I’ve had friends that have gone through university. They explain the same feeling to me. They’ve spent their entire life studying and they get out and all of a sudden, they can do anything, but they don’t know what they want to do. For me, I’m always floating, always trying to figure out where I’m supposed to be. It’s nice to have those projects. Everything feels so clear. There are no questions.
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Tiger Woods, Michael Jordan, or Kelley Slater. They’re all people who changed their sports, who redefined what was possible. You’ve been that same kind of incredible force inside your sport. All of them have this killer instinct. This indomitable will. When you tie into a rope, it’s clear that the same thing happens. Typically, you’re really laid back, but when you put that harness on you become this possessed Alpha male. What changes?
I don’t know. It’s just climbing. I like it. When I’m motivated, it’s just like… I don’t. I can’t really explain. I definitely get pretty agro, certainly more intense than personality.
When you do hard routes, you have to try hard. They’re not easy routes. You have to give everything you have. You have to get totally animalistic. When you’re super pumped, I have to yell to bear down. I remember seeing Boone Speed yelling his way up routes. That had an affect on me. It’s like martial arts. When Bruce lee threw a punch, he had to mean it. Haahhh! (simulating karate grunt). Like that. When you’re doing a hard move, there is this excess energy you have to let out. Air explodes out of you.
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Das komplette Interview auf climbing.com
Schreibblogkade
October 15, 2007
Achtung Wortspiel. Also beim Heimgehen hatt’ ich so eine gute Idee, den Blog zu schreiben und jetzt fällt’s mir nicht mehr ein. Ich komm grad vom Bouldern, drinnen leider – obwohl heute ist so viel Nebel, dass man den nächsten Griff wahrscheinlich nicht sieht – und geh dann bald schlafen – wohlgemerkt es ist 22:52 Uhr – weil ich morgen um 8:00 auf muss. In letzter Zeit war mein Output ja etwas eingeschränkt, irgendwie sind die vielen Eindrücke und Neuigkeiten zur Normalität geworden und mein Drang die Dinge niederzuschreiben ist etwas abgeflaut. Wobei das Problem nicht in der Kreativabteilung liegt, die denkt öfter mal, dass dies oder jenes eine gute Geschichte abgeben würde, nur das Management ist zur Zeit ein bisschen lasch und lässt so manche Faulheiten durchgehen. Auch das Archiv ist nicht vollständig, manche Geschichten und Erinnerungen gehen am Weg dorthin verloren, sei es weil dieser so weit ist, oder weil einige MitarbeiterInnen in der Bar um die Ecke hängengeblieben sind. Schuldlos ist auch die Produktion, diese funktioniert auch nach Surfkursen und Bouldersessions reibungslos, muss sie ja auch, sie hat zwar am meisten Mitarbeiter aber am wenigsten zu mitbestimmen.
Vorfreude
October 4, 2007
Die erste Uni Woche ist vorüber und ich hab grad mal einen Professor gesehen. Gegen einen gemütlichen Start ins Studienjahr 0708 hab ich aber gar nichts einzuwenden. Heute war ich ein bisschen Shoppen in der Stadt, hab aber nichts gekauft. Ich verbring ziemlich viel Zeit im Internet, vielleicht schon zuviel. Wenn ich im Zimmer bin, lauft der Laptop eigentlich ständig. Vielleicht sollte ich mich mehr anderen Dingen widmen. Wie zB Carl meinem neuem Mitbewohner. Carl ist mein neuer Locher den ich mir heute zugelegt habe (ertappt, ich hab mir doch was gekauft). Die ersten paar Zettel hat er durchlocht wie nichts. Ich hab nämlich den ganzen Sportkletterführer von Galizien, „Galicia Vertical“ kopiert. Und ich bin echt happy. Das Buch ist spitze mit richtig vielen viel versprechenden Gebieten und tollen Fotos. Bekommen hab ich ihn vom Inhaber eines Bergsportgeschäftes in Coruna. Er war echt sehr hilfsbereit und hat mir sein Exemplar geborgt, da der Führer von 1997 ist kann man ihn nicht mehr wirklich kaufen. Aber so ist es mir eigentlich eh lieber, er hat mir auch gleich ein paar Tipps gegeben. Lang halt ich es jetzt wirklich nicht mehr ohne Klettern aus, aber eine gute Woche wird ich noch warten, um einmal ein Monat nicht geklettert zu haben.
Vorgestern war ich Pokern, aber es war sehr chaotisch. Bei einer Runde sind vier Leute in der ersten Runde All-In gegangen – ich glaub das sagt alles. Zweimal bin ich zweiter geworden, aber gewonnen hab ich nix. Heut’ geh ich wieder, mal schauen wie’s wird.
Gestern war ich das zweite Mal mit Arno laufen und ich glaub es waren mehr als zehn Kilometer. Den Abschluss bildete die Erstbelaufung (was mich betrifft) vom Dique vom Hafen von La Coruna. Ein 1,2 km langer Wall im Meer, auf dem man laufen und Rad fahren kann. Dh. also hin und zurück 2,4 km und davor schon eine Stunde glaub ich, es war wirklich weit. Wobei bei Google Maps kann man herausfinden wie weit, ich schau mal nach. … Äh, ist eher ungenau, aber es waren ca. zehn Kilometer. Danach bin ich das erste Mal mit dem Rad in Coruna unterwegs gewesen, ich hab mir das von Paula ausgeborgt, war wirklich sehr lustig.
Diese Geschichte und alle in ihr vorkommenden Personen (außer Carl) sind frei erfunden.